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Locker durch den Lockdown – 12. November

… und heute Abend geht es ins Konzert (nach dem Basistreffen!)

wie schon gestern angekündigt, hier die Empfehlung aus der Musikredaktion:

Kann man ins Konzert trotz Lockdown? Aber klar, gemütlich auf der eigenen Couch, das Licht etwas abgedunkelt und ein schönes Glas Wein – schon ist das Ambiente perfekt. Die Musik kommt entweder aus der eigenen CD-Sammlung oder von YouTube.

Mein Favorit für den heutigen Abend ist „Romeo und Julia“, nur dass die Handlung nicht im Verona des 16. Jahrhunderts spielt, sondern im New York der 50er Jahre. Leonard Bernstein hat mit der West Side Story das Thema Shakespeares wundervoll neu konzipiert.

Falls Ihr auch Lust auf einen schmalziges Liebes-Musical habt und die West Side Story nicht als CD im Bücherschrank habt, dann klickt einfach auf diesen link:

https://www.youtube.com/watch?v=Z7OHCrp13Ho

Nach etwas Werbung geht es bei YouTube direkt los.

Und wenn Ihr es noch etwas genauer wissen wollt, hier die Handlung in Kurzform:

Die Sache beginnt mit Rangeleien zwischen den beiden Jugendbanden „Jets“ (US-amerikanisch) und „Sharks“ (puerto-ricanisch), die aber erstmal von Officer Krupke unterbunden werden (Prolog).

Allerdings möchte Riff, als Anführer der Jets, den Konflikt durch einen Kampf mit den Sharks geklärt wissen. Dafür möchte er auch seinen Freund Tony ins Boot holen (Jetsong). Der junge Tony ist wie viele Jugendliche auf der Suche nach etwas Großem und lässt sich überzeugen, dass so eine Prügelei genau das Richtige ist (Something’s Coming). Bis hierhin ist alles klar und Bernardo, der Anführer der Sharks, soll heute Abend in der Tanzhalle zum Kampf aufgefordert werden.

Aber wie das Leben so spielt, Bernardos Schwester Maria, die erst jüngst aus Puerto Rico in New York eingetrudelt ist und Tony verlieben sich ganz flott (Liebe auf den ersten Blick in der Tanzhalle). Das passt natürlich überhaupt nicht ins Konzept, also schickt Bernardo seine Schwester Maria nach Hause.

Ganz anders Tony und Maria. Sie gestehen sich ihre Liebe. Ganz romantisch, sie auf dem Balkon und er trällert, was das Herz hergibt (Maria). Die Verabredung für den nächsten Tag wird klargemacht.

Zwischenzeitlich warten die Jets in Doc’s Drugstore auf die Sharks um die Modalitäten für den Kampf am nächsten Tag zu besprechen. Es soll einen Zweikampf unter der Autobahnbrücke geben (The Rumble). Naja, Maria und Tony finden das nicht so gut und Maria bittet Tony den Kampf zu verhindern.

Und nun kommt eines zum anderen. Auftragsgemäß versucht Tony den Streit abzuwenden. Bernardo versteht das nicht und fordert Tony zum Kampf auf. Das findet Riff wiederum nicht gut und haut Bernardo eins über die Mütze. Die Sache eskaliert, Messer kommen ins Spiel und Bernardo ersticht Riff. Eine Schlägerei entwickelt sich, bei der Tony Bernardo mit Riffs Messer tötet. Die Polizei macht dem Ganzen ein Ende.

Maria erhält von Chino die Nachricht vom Tode ihres Bruders Bernardo. Als dann auch noch Tony bei Mariaauftaucht, bekommt er erst einmal eine ernsthafte Ansage. Tonys Gegenargument, „Das war keine Absicht“ überzeugt Maria, die beiden fallen sich in die Arme und träumen von einer besseren Zukunft (Somewhere).

Diese Idylle wird von Anita gestört, Tony nimmt Reißaus, vergisst aber seine Jacke. Anita rät Maria, von diesem Tony die Finger zu lassen (A Boy like That). Maria hat aber ein knallhartes Gegenargument: Sie liebt Tony (I Have a Love).

Auf Anweisung von Maria marschiert Anita in Doc’s Drugstore um Tony zu informieren, dass sich die Kontrahenten heute Abend treffen wollen. Die Jets sind aber skeptisch und versuchen Anita sogar zu vergewaltigen (Taunting). Anita, etwas hilflos, behauptet nun, Chino habe Maria aus Eifersucht erschossen. Als Tony dies über Doc (von Doc’s Drugstore) erfährt ist er „ komlett durch den Wind“ und läuft durch die Straßen von New York und zwar um sich ebenfalls von Chino erschießen zu lassen. Schließlich trifft er aber Maria. Als er zu ihr läuft erschießt Chino Tony in Marias Armen.

Jetzt erst kapieren die beiden Gangs, dass das alles Nichts bringt. Gemeinsam tragen sie die Leiche von Tony(Somewhere Reprise).

Man kann übrigens auch eine Oper, Symphonie oder Amy Winehouse hören. Aber ohne Wein und gedimmtes Licht geht überhaupt nichts.

Rezeptecke:

Grünkohl mit Mettwurst und Salzkartoffeln

das geht ganz schnell und einfach, denn laut meiner ostfriesischen Freundin würden die modernen Landfrauen in Ostfriesland den Grünkohl auch nicht mehr selbst kochen. Tiefkühlware oder aus dem Glas heißt auch dort die Devise (wäre genauso gut). Ein bißchen Tuning darf aber sein. Laut meiner Freundin müssen unbedingt ein paar Haferflocken beim Aufwärmen hinein, damit das Ganze nicht “zu grün” schmeckt und – ein Stück Kluntje! Das sind diese großen Kandiswürfel, etwas Süße soll ja bekanntlich auch bei herzhaften Speisen den Geschmack heben.  Sobald der Grünkohl warm ist, kommen die Mettwürstchen hinzu und werden ebenfalls direkt in dem Grünkohl-Topf mit erwärmt.  Salzkartoffeln dazu und lecker ist ein winterlich deftiges Essen ohne großen Kochtrubel mit nur zwei Kochtöpfen zum Abwaschen.

 

Kopfreise:

Wegen des Lockdowns sind in diesem Jahr auch die Martinsumzüge ausgefallen. Aber es gibt Erinnerungen. Bei einer Tasse Tee lässt sich nett überlegen, was man  denn so bei Martinsumzügen erlebt hat. Ich selbst erinnere mich daran, wie ich bei strömendem Regen laut singend mit der Laterne stolz losgelaufen bin und dann nur noch laut heulend, weil sie sich im Wasser auflöste! Meine Eltern hatten den ganzen Abend damit zu tun, mich zu trösten. Die Laterne sehe ich noch heute vor mir: es war ein runder Mond.

Eure Heike

P.S. ich hoffe wir sehen uns beim virtuellen Basistreffen um 19 h!

 

 

Ein Gedanke zu „Locker durch den Lockdown – 12. November

  1. Hallo Heike,
    zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich dein „Tagebuch“ heute zum ersten Mal registriert und gelesen habe. Ich finde es super, vielen Dank dafür, es liest sich sehr schön und ist informativ.
    Bis heute Abend zur Videokonferenz
    Sigrun

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